Kolpingwerk International

Zum Dank und zur Würdigung eurer großherzigen Spende, mit der eure Kolpingsfamilie im vergangenen Jahr unser gemeinsames Projekt in Indien unterstützt hat, überreicht der Fachausschuss„ Internationalität und Eine Welt" im Namen des Kolpingwerkes Land Oldenburg diese Urkunde.
Durch eure Mitwirkung konnten im zurückliegendem Jahr Mittel in Höhe von 13000, 00 Euro zur Verfügung gestellt werden, mit denen das Kolpingwerk in der Diözese Bangalore unterstützt wird. Zahlreichen Menschen eröffnen sich so eine berufliche Perspektive und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Kolping Land Oldenburg, Januar 2005

Wolfgang Vorwerk
Landesvorsitzender

Pater Bernhard Seggewiss
Landespräses

Bernard Dalinghaus
FAS Vorsitzender


Wasserversorgung eines Dorfes mit Hilfe von Windkraft

Projekt-Nr. 04-1002
Uganda/Mityana


Fließendes Leitungswasser ist in Uganda eine Seltenheit. Die meisten Menschen, vor allem Frauen und Kinder, müssen mehrmals täglich zu Wasserstellen gehen, die oft viele Kilometer entfernt sind. Häufig trinkt das Vieh aus ein und derselben Wasserstelle, aus dem die Menschen das Wasser schöpfen. Besonders während der Trockenzeit, die mehrere Monate andauert, leidet die Bevölkerung unter großem Wassermangel.
In einem Dorf nahe Mityana, im Nordwesten Ugandas, plant das Ugandische Kolpingwerk eine Wasser­versorgung für die Bewohner. Von dem frischen Wasser würden insgesamt 82 Familien, ein Kindergarten mit 140 Kindern, eine Grundschule mit 2.000 Kindern und ein Internat mit 400 Schülern profitieren. Der Plan ist folgender: Durch eine Windrad soll Wasser aus einem Frischwasserbecken zu dem mehrere Kilometer entfernten Dorf gepumpt werden. Bislang müssen die Bewohner täglich zwei Kilometer zum nächstgelegenen Fluss laufen, um Wasser zu schöpfen.
Techniker und Ingenieure haben das Projekt bereits überprüft. Das Windrad wird solch eine Kraft entwickeln, dass täglich 10.000 Liter Wasser aus dem großen Frischwasserbecken gepumpt werden können. Das Becken mit 13 Mio. Liter Gesamtfassungsvermögen ist bereits vorhanden, ein Windrad ist ebenfalls finanziert. Nun benötigt das Kolpingwerk noch materielle Unterstützung für einen Betonsockel, um das Windrad zu befestigen. Außerdem werden Plastikrohre benötigt, die das Wasser bis zum Dorf leiten. In dem Ort selbst muss noch ein Auffangbecken aus Zement gegossen werden, in dem das Wasser gesammelt wird.
Als Zuschuss für die Einrichtung der Wasserversorgung haben wir eine Spende über € 2.000,-- bereitgestellt.



Eine Milchkuh gegen Mangelernährung der Landbevölkerung

Projekt-Nr. 08-102
Uganda

Die Armut der ländlichen Bevölkerung Ugandas ist besonders krass. Die Menschen leben von Kochbananen, Hirse, Kassawa und etwas Gemüse, das sie auf ihren kleinen Feldern unter großen Mühen anbauen. Die vielen Stunden harter täglicher Arbeit auf den Feldern bringen wenig Ertrag, und es reicht meist mehr schlecht als recht, um das Überleben der Familie zu sichern. In Zeiten der Dürre wird es dann besonders schlimm, weil zu wenig geerntet wird, so dass dann auch der für die nächste Aussaat reservierte Vorrat verbraucht wird.
Die Ernährung der Menschen ist zudem einseitig, weil tierisches Eiweiß fehlt. Besonders die Kinder leiden unter der mangelhaften und einseitigen Ernährung.
Das Ugandische Kolpingwerk hat daher seit zwei Jahren in mehreren Regionen Milchviehwirtschaft eingeführt. Eine Milchkuh zu besitzen, verbessert die Situation der Familien schlagartig. Die Ernährung der Familien, besonders der Kinder, wird deutlich verbessert und langfristig können sich die Familien durch den Verkauf von Milch und Fleisch eine Einkommensquelle erschließen.
Damit die Spenden nicht als Almosen sondern als Hilfe zur Selbsthilfe empfunden werden, sollen die Familien das erste Jungtier ihrer Milchkuh an das Kolpingwerk zurückgeben, das dann an eine weitere Familie weitergegeben wird. Dadurch wird eine äußerst sinnvolle Nachhaltigkeit und ein Ausbau des Projekts erreicht.
Das Kolpingwerk in Uganda möchte das bislang äußerst erfolgreiche Projekt weiter ausbauen und noch viele andere Familien mit einer Milchkuh unterstützen. Dazu bittet es um finanzielle Hilfe.
Zuschuss für die Anschaffung einer Milchkuh: € 200,--
Wir haben für dieses Projekt € 600,00 gespendet.



Unterstützung des Indienprojekt vom Land Oldenburg im Jahr 2005


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